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Woraus
schöpfen Sie Kraft und Motivation für Ihre Arbeit?
Aus dem Adrenalin, wenn ein Text sich freiwillig in die Richtung bewegt,
die ich mir wünsche. Aus der Zufriedenheit, wenn ein widerspenstiger
Text und ich uns einigen. Aus den Endorphinen, wenn der Auftraggeber den
Text zu Ende liest und dann grinst. Aus der unwiderstehlichen Kraft
im Tai Qi.
Haben
Sie ein Jahresmotto?
Nein, nicht mehr. Manche Abschnitte meines Lebens dauern viel länger
als ein Jahr, manche sind kürzer - und jeder verdient eigene Gedanken.
Und die Kraft aus Bildern und Visionen kommt auch ohne Plan.
Eine
Lebensweisheit, die Sie ihren Enkeln ans Herz legen würden?
"Höre auf deine innere Stimme."
Ein
Kunstwerk, das für Sie von besonderer Bedeutung ist?
"Très rare tableau sur la terre" von Francis Picabia;
Sie sehen es bei bei Guggenheim in Venedig. Man muss es sich aus größerer
Entfernung ansehen - finde ich. Und natürlich das Tanzbild von Wolfgang
Weiss, das bei mir in der Wohung hängt.
Worauf
legen Sie besonderen Wert im Leben? In Ihrer Arbeit?
Auf den Augenblick ...
Ihr
Lieblingsbuch?
Fachlich: Immer noch "Corporate Language" von Arnim Reins und
"Deutsch!" von Wolf Schneider und natürlich "Story"
vonRobert KcKee, aber auch "On Advertising" von David Ogilvy
und gerade jetzt: Gerhard Jelinek: "Reden, die die Welt veränderten".
Literarisch, jetzt, zum Beispiel:
Die
Rebus-Romane von Ian Rankin, schön erzählt und selbst in der
Serie am Stück immer noch schön zu lesen.
Doris Dörrie: "Was machen wir jetzt?"
Gerhard Haderer: "Jahrbuch" (2010)
und immer
noch "Lea" von Pascal Mercier.
Apropos
schöne Geschichten, wie wäre es mit meinem Lieblingsfilm? Da
gibt es auch keinen speziellen. Aber auf Monthy Python's können Sie
mich immer einladen. Und "Die wunderbare Welt der Amelie" sehe
ich immer wieder gern. Wie auch "Die fetten Jahre sind vorbei",
"Daheim sterben die Leut" oder "Alexis Sorbas" (In
dieser Zeit so einen Film machen, Chapeau!), "Drei Farben" (Blau,
Weiß, Rot) von Krzysztof Kieslowski und immer noch "Bella Martha".
Welche
Reise würden Sie gerne machen?
Jetzt am liebsten durch italienische und französische Landschaften,
mit viel Sonne und Pastellfarben und Gerüchen nach Kräutern
und Sommerblumen und Wind vom Meer.
Der
Antisatz: Was können Sie nicht mehr hören?
"Gleich!"
Was
macht für Sie eine wirklich gute Arbeits- oder Geschäftsbeziehung
aus?
Respekt.
Was
ist Ihre Lieblingsfrage?
"Warum nicht?"
Worüber
werden Sie noch ein Buch schreiben?
Libe, Tod und Liedenschaft ;-)
Nach
welchen Kriterien wählen Sie Ihre Freunde aus?
Wähle ich? Wählt man Freunde? Sie schneien herein. Wahrscheinlich
spielt Chemie im Kopf viel mehr Rolle als mir lieb ist. Aber wenn da jemand
in mein Leben schneit: Willkommen!
Gibt
es für Sie Modelle und Vorbilder, an denen Sie sich orientieren?
Ja. Immer wieder. Immer wieder neue. Manche aber jahrelang. Aber kein
universelles. Die wichtigsten Schritte in meinem Leben musste ich doch
immer selbst (er)finden.
Was
möchten Sie noch lernen?
Einfach leben.
Welche
Entscheidungen gab es in Ihrem Leben, die wegweisend und bedeutend waren?
Und was wollen Sie daraus lernen? Oder was soll die Frage? Auf der Basis
einer Antwort, die mir gefällt (he he) können wir aber weiterreden
...
Womit
sorgen Sie für Ihre persönliche Ausgeglichenheit und Balance?
Erzählen. Lachen. Weinen. Zuhören. Laufen. Tai Qi als Kampfkunst.
Mich umarmen lassen. Espresso, Buch, Sonne und viel Zeit. Musik. Badewanne.
Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge und immer wieder ergänzt mit
vielem anderen, aber das ist ja schließlich kein Ratgeberbuch.
Ein
persönlicher Musiktipp?
Annett Louisan.
Wise Guys.
Querschläger.
Daniel Melingo.
Willi Resetarits.

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