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Robert
Levine: |
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Rund um ein ungewöhnliches Experiment, mit dem das Lebenstempo in 31 verschiedenen Ländern berechnet wurde, stecken in diesem Buch viele lebendige, interessante und manchmal auch überraschende Informationen über das, was Zeitwahrnehmung ausmachen könnte. Eine Kostprobe aus dem Kapitel "Eine kurze Geschichte der Zeitmeßgeräte: " ... heute kostet eine Uhr, die auf eine Hundertstelsekunde genau geht, weniger als ein T-Shirt. Also hallen öffentliche Räume heute wider von Symphonien kleiner Piepser, die die Armbanduhren zu jeder vollen Stunde von sich geben. Ironischerweise wachsen durch unsere Fortschritte bei der Massenproduktion von Präzisionsuhren die Ungenauigkeiten. Ich habe mich immer darüber amüsiert, dass diese Uhren, obwohl sie auf die Hundertstelsekunde genau gehen, immer zu unterschiedlichen Zeiten piepsen. In meinen Vorlesungen höre ich zur vollen Stunde einige Minuten lang immer wieder dieses Piepsen im Raum. Und dann gibt es immer eine Uhr, die nachgeht und mich mit ihrem Piepsen ein paar Minuten später beinahe aus dem Konzept bringt." Eine Rätselfrage zum Einstieg in das Buch: in welchem Land gehen die Uhren laut Untersuchung am genauesten? Jawohl, in der Schweiz. Dafür ist die Bedienungszeit bei der Post - man höre und staune - in Deutschland am kürzesten. Und die schnellsten Gehgeschwindigkeiten wurden in Irland gemessen. Zum Glück reitet Levine im Buch nicht allzu sehr auf dieser Untersuchung herum, denn viel interessanter ist, zu lesen was er beim Forschen in den verschiedenen Ländern alles erlebt hat. Piper. München 1998 (orig. 1997)
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