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Woraus
schöpfen Sie Kraft und Motivation für Ihre Arbeit?
Aus dem Sinn, den ich meiner Arbeit gebe, bzw. der Vision, die ich damit
verbinde.
Haben
Sie sich ein Jahresmotto gegeben? Welches?
Angemessener Kräfteeinsatz, gutes Balancing.
Worauf
sind Sie zur Zeit besonders stolz zur Zeit?
Dass ich als "Freiberufler" genügend Kunden und Aufträge habe, ohne darum
werben oder gar "kämpfen" zu müssen.
Eine
Lebensweisheit, die Sie sogar ihren (zukünftigen) Enkelkindern ans
Herz legen würden ...
Hoffe, dass ich meinen Enkeln - eines gibt's ja schon - mit meinen Weisheiten
nicht zu sehr auf die Nerven gehen werde. Ein Prinzip lautet jedenfalls
für mich: Folge stets deiner inneren Stimme und bleibe dir selber treu.
Was
schätzen Sie an der Kultur, aus der Sie kommen?
Das Pragmatische, "Bodenständige".
Ihr
persönlicher Musiktipp?
Habe ich keinen speziellen. Ich gebe auch nicht gerne "Tipps", denn das,
was mir gefällt, muss für andere noch lange nicht passen. Eine gewisse
Faszination üben auf mich zB manche Lieder von "Hubert von Goisern" aus,
der einerseits sehr wertschätzend altes Kulturgut aufgreift und andererseits
in einer feinen, differenzierten Art und Weise die oft allzu engen Grenzen
kulturellen Denkens und Erlebens spürbar macht.
Welche Werte prägen Ihr Leben? Ihre Arbeit?
Respekt und
Achtung vor allem Lebendem - ob Mensch oder Natur; Entwicklung, Neugier,
Lernen, Bescheidenheit, Echtheit.
Was verbinden Sie mit dem Wort "lernen"?
Lernen ist ein Naturphänomen das heißt ein Potenzial der Evolution zum
Überleben der Arten. Dass auch Tiere lernen, ist ja längst bekannt. Wir
Menschen haben zudem die Chance, eine gewisse Bewusstheit darüber zu erlangen
und es gezielt zu nutzen und zu kultivieren. Verhindern können wir es
sowieso nicht, auch wenn manche diese Möglichkeit der Potenzialentfaltung
nur bescheiden nutzen. Für mich geht Lernen über Wissensansammlung weit
hinaus und bedeutet ständige Weiterentwicklung, Wachstum, Reifung.
Was
möchten Sie noch lernen?
Das, wohin mich der Pfad der Neugier führt. Das ist dzt. zB die Frage,
wie sich die Bewältigung des zunehmenden Leistungsdrucks in unserer Gesellschaft
und Persönlichkeitsentwicklung (inneres Wachstum) vereinbaren lassen.
Ihr
Lieblingsbuch?
Hermann Hesse: Siddhartha.
Ihr
Lieblingsfilm?Oder Bild? Oder Gedicht?
Khalil Gibran: Von der Liebe.
Worüber
werden oder möchten Sie noch ein Buch schreiben?
Über die Vater-Sohn-Beziehung und deren Bedeutung für Persönlichkeit und
Gesellschaft.
Welche
Reise würden Sie gerne machen?
Im Moment kein Reisebedürfnis. Wenn, dann am ehesten in südliche, warme
Länder wie Griechenland, ...
Ihr
"Anti-Wort" - ein Satz oder Wort, das Sie nicht gern hören?
"Erwartung". Finde ich einerseits zu passiv und andererseits zu (einseitig)
fordernd.
Was
macht für Sie eine richtig gute Arbeits- oder Geschäftsbeziehung
aus?
Klare Vereinbarungen auf partnerschaftlich-kooperativer Basis, Handschlagqualität.
1.
Was ist Ihre Lieblingsfrage? Eine Frage, die Sie gern hören?
"Wir
möchten Sie gerne als ....... (Trainer, Berater, Coach, Supervisor, ...)
für ....... (Thema, Anliegen) gewinnen - können Sie sich vorstellen, mit
uns zu arbeiten?"
Ihre Lieblingsspeise?
Krautfleckerl (mit Kümmel). Weckt vermutlich eine tiefe, positive Erinnerung
an die gesunde und bekömmliche Naturküche meiner Mutter, die in der bescheidenen
Nachkriegszeit (50/60er Jahre) das besondere Geschick hatte, aus den einfachsten
Gaben der Natur die köstlichsten Speisen zuzubereiten die ich jemals genießen
konnte - und damit eine sechsköpfige Familie satt und zufrieden zu halten.
Womit
sorgen Sie für Ihre Ausgeglichenheit? Wie vermeiden Sie burnout?
1. Mit Arbeit, die ich gerne mache und die ich ständig weiterentwickle;
2. Mit ausreichender Balance von Arbeit / Leistung und Regeneration /
Ausgleichstraining;
3. Mit integrierter Qigong-Praxis.
Ihre
Modelle, Ihre Vorbilder?
Viele Menschen
waren mir in gewisser Weise Vorbild, indem sie mich leiteten, inspirierten,
mich auf meinem Lebens- und Entwicklungsweg ein Stück begleiteten. Ihnen
allen bin ich in tiefer Dankbarkeit verbunden.
Welche
Lebensentscheidungen waren wegweisend für Sie?
1. Die Ablöse
von meinem Elternhaus (als vorgesehener Erbe);
2. Der zweite und dritte Bildungs- und Entwicklungsweg;
3. Der Wandel von einer handwerklich-technischen Laufbahn zur Arbeit mit
psycho-sozialen Entwicklungsthemen;
4. Der Weg in die Selbständigkeit (Eigenverantwortlichkeit).
Nach
welchen Kriterien wählen Sie Ihre Freunde aus?
Freunde wähle
ich nicht aus, schon gar nicht nach "Kriterien" - sie kommen als Geschenk
in mein Leben.
Eine
Botschaft / Angebot, die Sie für die Menschen haben, die Sie über Ihr
Interview jetzt ein bisschen kennen gelernt haben?
Neugier und
Interesse verbindet und schafft neue Qualitäten.

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