Interview: Karl Wimmer

Karl Wimmer - Trainer, Organisationsentwickler
und Therapeut aus Linz
ist ein altbewährter Kooperationspartner von ad>personam. Vor allem,
wenn es um Großgruppen-
moderationen und Organisationsentwicklungs-
prozesse geht.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Woraus schöpfen Sie Kraft und Motivation für Ihre Arbeit?
Aus dem Sinn, den ich meiner Arbeit gebe, bzw. der Vision, die ich damit verbinde.

Haben Sie sich ein Jahresmotto gegeben? Welches?
Angemessener Kräfteeinsatz, gutes Balancing.

Worauf sind Sie zur Zeit besonders stolz zur Zeit?
Dass ich als "Freiberufler" genügend Kunden und Aufträge habe, ohne darum werben oder gar "kämpfen" zu müssen.

Eine Lebensweisheit, die Sie sogar ihren (zukünftigen) Enkelkindern ans Herz legen würden ...
Hoffe, dass ich meinen Enkeln - eines gibt's ja schon - mit meinen Weisheiten nicht zu sehr auf die Nerven gehen werde. Ein Prinzip lautet jedenfalls für mich: Folge stets deiner inneren Stimme und bleibe dir selber treu.

Was schätzen Sie an der Kultur, aus der Sie kommen?
Das Pragmatische, "Bodenständige".

Ihr persönlicher Musiktipp?
Habe ich keinen speziellen. Ich gebe auch nicht gerne "Tipps", denn das, was mir gefällt, muss für andere noch lange nicht passen. Eine gewisse Faszination üben auf mich zB manche Lieder von "Hubert von Goisern" aus, der einerseits sehr wertschätzend altes Kulturgut aufgreift und andererseits in einer feinen, differenzierten Art und Weise die oft allzu engen Grenzen kulturellen Denkens und Erlebens spürbar macht.

Welche Werte prägen Ihr Leben? Ihre Arbeit?
Respekt und Achtung vor allem Lebendem - ob Mensch oder Natur; Entwicklung, Neugier, Lernen, Bescheidenheit, Echtheit.


Was verbinden Sie mit dem Wort "lernen"?

Lernen ist ein Naturphänomen das heißt ein Potenzial der Evolution zum Überleben der Arten. Dass auch Tiere lernen, ist ja längst bekannt. Wir Menschen haben zudem die Chance, eine gewisse Bewusstheit darüber zu erlangen und es gezielt zu nutzen und zu kultivieren. Verhindern können wir es sowieso nicht, auch wenn manche diese Möglichkeit der Potenzialentfaltung nur bescheiden nutzen. Für mich geht Lernen über Wissensansammlung weit hinaus und bedeutet ständige Weiterentwicklung, Wachstum, Reifung.

Was möchten Sie noch lernen?
Das, wohin mich der Pfad der Neugier führt. Das ist dzt. zB die Frage, wie sich die Bewältigung des zunehmenden Leistungsdrucks in unserer Gesellschaft und Persönlichkeitsentwicklung (inneres Wachstum) vereinbaren lassen.

Ihr Lieblingsbuch?
Hermann Hesse: Siddhartha.

Ihr Lieblingsfilm?Oder Bild? Oder Gedicht?
Khalil Gibran: Von der Liebe.

Worüber werden oder möchten Sie noch ein Buch schreiben?
Über die Vater-Sohn-Beziehung und deren Bedeutung für Persönlichkeit und Gesellschaft.

Welche Reise würden Sie gerne machen?
Im Moment kein Reisebedürfnis. Wenn, dann am ehesten in südliche, warme Länder wie Griechenland, ...

Ihr "Anti-Wort" - ein Satz oder Wort, das Sie nicht gern hören?
"Erwartung". Finde ich einerseits zu passiv und andererseits zu (einseitig) fordernd.

Was macht für Sie eine richtig gute Arbeits- oder Geschäftsbeziehung aus?
Klare Vereinbarungen auf partnerschaftlich-kooperativer Basis, Handschlagqualität.

1. Was ist Ihre Lieblingsfrage? Eine Frage, die Sie gern hören?
"Wir möchten Sie gerne als ....... (Trainer, Berater, Coach, Supervisor, ...) für ....... (Thema, Anliegen) gewinnen - können Sie sich vorstellen, mit uns zu arbeiten?"

Ihre Lieblingsspeise?
Krautfleckerl (mit Kümmel). Weckt vermutlich eine tiefe, positive Erinnerung an die gesunde und bekömmliche Naturküche meiner Mutter, die in der bescheidenen Nachkriegszeit (50/60er Jahre) das besondere Geschick hatte, aus den einfachsten Gaben der Natur die köstlichsten Speisen zuzubereiten die ich jemals genießen konnte - und damit eine sechsköpfige Familie satt und zufrieden zu halten.

Womit sorgen Sie für Ihre Ausgeglichenheit? Wie vermeiden Sie burnout?
1. Mit Arbeit, die ich gerne mache und die ich ständig weiterentwickle;
2. Mit ausreichender Balance von Arbeit / Leistung und Regeneration / Ausgleichstraining;
3. Mit integrierter Qigong-Praxis.

Ihre Modelle, Ihre Vorbilder?
Viele Menschen waren mir in gewisser Weise Vorbild, indem sie mich leiteten, inspirierten, mich auf meinem Lebens- und Entwicklungsweg ein Stück begleiteten. Ihnen allen bin ich in tiefer Dankbarkeit verbunden.

Welche Lebensentscheidungen waren wegweisend für Sie?
1. Die Ablöse von meinem Elternhaus (als vorgesehener Erbe);
2. Der zweite und dritte Bildungs- und Entwicklungsweg;
3. Der Wandel von einer handwerklich-technischen Laufbahn zur Arbeit mit psycho-sozialen Entwicklungsthemen;
4. Der Weg in die Selbständigkeit (Eigenverantwortlichkeit).

Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Freunde aus?
Freunde wähle ich nicht aus, schon gar nicht nach "Kriterien" - sie kommen als Geschenk in mein Leben.

Eine Botschaft / Angebot, die Sie für die Menschen haben, die Sie über Ihr Interview jetzt ein bisschen kennen gelernt haben?
Neugier und Interesse verbindet und schafft neue Qualitäten.

 

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