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Das Thema:
Haben Sie schon mal den Satz gehört: "Ich werde gemobbt!"
- oder haben Sie sich das für sich selber schon mal gedacht? Das
Wort Mobbing steht für eine besonders schwere Art von Konflikten,
bei denen sich Betroffene unfair behandelt und ausgegrenzt erleben.
Mobbing ist auch ein Modewort geworden. Es wird inzwischen rasch in den
Mund genommen, wenn am Arbeitsplatz Streitigkeiten oder Unverschämtheiten
passieren.
Konflikte, also Auseinandersetzungen zwischen Arbeitskolleginnen oder
zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, kommen alltäglich vor. Sie
sind also "normal" und die meisten werden auch konstruktiv gelöst.
Es lohnt sich also, genauer hinzuschauen:
Was
ist Mobbing?
Mobbing entsteht, wenn ein Konflikt "entgleist". Das heißt,
wenn der Boden der sachlichen und konstruktiven Auseinandersetzung verlassen
wird, und eine Person systematisch und lange andauernd derartig angegriffen
wird, dass ihre soziale Integrität verletzt und in Frage gestellt
wird.
Das Wort Mobbing kommt aus dem englischen ("to mob") und bedeutet
so viel wie "anpöbeln", über jemanden herfallen, jemanden
schikanieren.
Das Phänomen gibt es sicherlich schon lange. Jünger sind die
Forschungen dazu, die vor allem vom schwedischen Arbeitspsychologen und
Betriebswirt Heinz Leymann in den 90er Jahren systematisiert und aufbereitet
wurden.
Woran
können Sie Mobbing erkennen?
Mobbingkonflikte sind durch das Zusammenwirken von 4 Eckpunkten gekennzeichnet:
- eine konfliktbelastete und feindselige Kommunikation: das
kann durch verbale An- und Untergriffe geschehen aber auch durch das
Verweigern von Gesprächen (Isolation)
- Angriffe passieren systematisch und oft: dabei geht man von
einer groben Definition aus - wenn feindliche Angriffe auf eine Person
über einen Zeitraum von sechs Monaten und durchschnittlich einmal
pro Woche stattfinden. Diese Definition ist zur wissenschaftlichen
Erfassung wichtig, aber in der Praxis kann Mobbing aber auch in kürzer
Zeiträumen vorkommen.
- Eine Person gerät in die Unterlegenheit: oftmals gehen
Konflikte zwischen gleichwertigen Personen einem Mobbing voraus -
was vom Konflikt zum Mobbing führt ist: dass eine Konfliktseite
in eine ohnmächtige Situation gerät und durch die Fortsetzung
der Konflikthandlungen ernsthaft in Gefahr gerät.
- Das Ziel ist der Ausstoß aus dem System oder aus der Gruppe:
die konfliktbeladenen Sachthemen spielen kaum mehr eine Rolle - es
geht auf die persönliche Ebene unter dem Motto: "Diese Person
passt nicht zu uns!" Dafür werden dann Kräfte und Energien
eingesetzt, die gegen die Person gerichtet sind und vom Arbeitsauftrag
abgezogen werden.
Um noch genauer zu sehen, was unter Mobbing verstanden wird, finden Sie
im Download-Bereich unter "Mobbing
erkennen" die 20 häufigsten Mobbinghandlungen und den Phasenverlauf
eines Mobbingprozesses.
Wo
liegt der Unterschied zwischen einem Konflikt und Mobbing?
Auch schwierige Konflikte können offen und fair behandelt werden.
Mobbing hat damit nichts zu tun! Konflikte sind unangenehm, das kennen
wir alle, von Kindheit an. Aber der Unterschied zum Mobbing liegt in einer
verdeckten, unfairen Form der Konfliktaustragung. Für die Betroffenen
gibt es dabei kaum eine Chance, sich dem Konflikt zu stellen.
Um es in einem Bild zu sagen: beim Mobbing liegen die Karten nicht auf
dem Tisch sondern es wird unterm Tisch agiert. Und das über eine
längere Zeit hinweg. Einmalige unfaire Handlungen sind ein Problem
aber kein Mobbing.
Die Grenzen sind hier fließend - und das ist auch die große
Chance: je früher die Karten wieder auf den Tisch kommen, desto größer
ist der Erfolg, vom Mobbing zu einer fairen Streitkultur überzugehen!
Wie
oft kommt Mobbing vor?
Das Phänomen Mobbing ist nicht immer leicht fassbar. Das spiegelt
sich auch in den Statistiken wieder.
Die Häufigkeit von Mobbing wird unterschiedlich beziffert. In internationalen
Studien gibt es Schwankungsbreiten zwischen 1 % bis 17 % Betroffenheit
bei den unselbständig Erwerbstätigen.
In Österreich ist davon auszugehen, dass ca. 8 % aller unselbständig
Erwerbstätigen von Mobbing betroffen sind. Das sind derzeit ca. 300
000 Beschäftigte.
Die betriebswirtschaftlichen Kosten, die ein Mobbingfall verursacht, werden
zwischen ca. EURO 7.000,- und ca. EURO 200.000 ,- pro Fall, je nach beruflicher
Stellung der Betroffenen, beziffert (in ATS 100.000 bis 2,8 Mio).
Es "zahlt" sich also aus - aus menschlicher Sicht und aus betriebswirtschaftlicher
Sicht - Maßnahmen gegen Mobbing zu setzen!
Was kann man tun?
Wenn Sie selber betroffen sind von Mobbing oder jemanden in Ihrem Umfeld
kennen, der betroffen ist, dann finden Sie im Download-Bereich
und auch gleich hier für Sie gesammelt Materialien und Anregungen
in PDF-Form, was Sie tun, empfehlen und raten können.
Was bietet ad>personam zum Thema Mobbing?
Unsere Kunden sagen:
Wir haben einen Konflikt, den wir schon einige Male bearbeitet haben,
aber: es wird nicht besser. Wir wollen wissen, was da wirklich los ist!
Es wäre wichtig, dass wieder eine konstruktive Gesprächsbasis
aufgebaut wird!
Ad>personam
bietet:
Konfliktmanagement, Konfliktmoderation, Mediation
Unsere
Kunden sagen:
Wir haben keinen aktuellen Konflikt, aber wir wollen vorbeugend etwas
machen.
Ad>personam bietet: Vorträge, Seminare und Informationsveranstaltungen
zum Thema "Umgang mit Konflikten" und "Mobbing" -
abgestimmt auf Ihre spezielle Fragestellung und Situation. (für Berufsgruppen,
für Führungskräfte, für Interessierte)
Unsere
Kunden sagen:
Wir wollen eine Betriebsvereinbarung umsetzen, die Fairness am Arbeitsplatz
garantiert und unser internes Konfliktmanagementsystem stärkt.
Ad>personam bietet: Ausbildung
für Konfliktberater und Konfliktberaterinnen, Supervision für
Konflikt- und Mobbingberatung
Sie
möchten noch mehr wissen?
Fragen Sie unsere Expertin für Mediation und den Umgang mit Mobbing,
Mag. Gertraud Hinterseer. Sie erreichen Sie direkt per E-Mail
oder unter ihrer Büronummer: +43 676 9258095.
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